fine art contemporary
Oswald-Oberhuber

Oswald Oberhuber - Biografie

1931 Meran - 2020 Wien

Oswald Oberhuber wurde 1931 in Meran in Südtirol geboren. Zum Studium der Bildhauerei kam er 1945 nach Innsbruck an die Bundesgewerbeschule, 1949 wechselte er an die Akademie der bildenden Künste nach Wien in die Klasse von Fritz Wotruba und für einige Zeit nach Stuttgart zu Willi Baumeister. Die Stuttgarter Akademie sollte ihn später zum Ehrenmitglied und Ehrensenator ernennen. Mitte der 1960er Jahre war Oberhuber künstlerischer Berater der Galerie nächst St. Stephan, die er 1973 von Otto Mauer übernahm und bis 1978 leitete. Als Professor an der Hochschule für angewandte Kunst prägte er von 1973 bis 1998 ganze Künstlergenerationen. In den Jahren 1979 bis 1987 und 1991 bis 1995 war er Rektor der Hochschule. Als Künstler vertrat er Österreich auf der Biennale von Venedig 1972 und nahm 1977 an der documenta 6 und 1982 an der documenta 7 in Kassel teil. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt. Oberhuber gilt als Mitbegründer der informellen Malerei und Plastik in Österreich. Er tritt für die unaufhörliche Veränderung in der Kunst ein und lehnt jegliche Stilbildung ab. Er gehört somit zu den vielseitigsten und durch den steten Wandel in seiner Kunst am schwierigsten einzuordnenden Persönlichkeiten in der österreichischen Kulturlandschaft, die er in seinen Tätigkeiten als Künstler, Galerist, Ausstellungsinitiator, Autor, Professor und Rektor entscheidend mitprägte.

Oswald-Oberhuber
Ohne Titel 1954
Oswald-Oberhuber
Ohne Titel 1950