fine art contemporary

Ernst Nepo
Mädchenakt sitzend, um 1920/1922
Tempera und Aquarell auf Papier
65 x 37 cm (Passepartout-Ausschnitt)

Preis auf Anfrage

 

FINE ART

KLASSIKER ÖSTERREICHISCHER MALEREI

 

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher, wissenschaftlich recherchierter Katalog.

Gerade in Krisenzeiten sind Kunstwerke von hoher Qualität eine beliebte und sichere Investitionsmöglichkeit und eine gute Gelegenheit, sich mit Objekten von bleibendem Wert eine Freude zu bereiten.

In mehreren Schwerpunkten präsentiert die Galerie Kovacek & Zetter nun Meisterwerke der österreichischen Malerei.

Aus zwei privaten Sammlungen – aus dem Nachlass des ehemaligen Direktors der Österreichischen Galerie, Franz Martin Haberditzl, und jenem der renommierten österreichischen Kunsthistorikerin Anna Spitzmüller – konnten hochkarätige Werke von Oskar Laske akquiriert werden. Wundervolle Gouachen mit Motiven aus Wien und dem Salzkammergut werden ergänzt von zwei großen Leinwandbildern, „Leviathan“ und „Die Sintflut“, die zu Hauptwerken Oskar Laskes zählen und ebenfalls aus einer wichtigen österreichischen Privatsammlung kommend seit Jahrzehnten erstmals wieder öffentlich zu sehen sind.

Von Norbertine Bresslern-Roth, deren Werk seit Gründung der Galerie in regelmäßigen Präsentationen zu sehen war und der erst kürzlich eine große Retrospektive in der Neuen Galerie in Graz gewidmet war, können sich Sammler auf wichtige Ölbilder und eine Vielzahl an seltenen Linolschnitten freuen.

Auch Max Oppenheimer und Oskar Kokoschka, zwei Hauptvertreter des Expressionismus, sind mit interessanten Werken aus frühen und späteren Schaffensperioden vertreten. Werke der Neuen Sachlichkeit von Alfons Walde und Ernst Nepo beleuchten diesen Aspekt in der österreichischen Kunstgeschichte.

Auf eine Reise nach Venedig nehmen uns Antonietta Brandeis, Leontine von Littrow und Carl Moll mit, die Liebe zu seiner Wahlheimat Frankreich hat Wilhelm Thöny in wundervollen Aquarellen mit Motiven aus Paris und Sanary-sur-Mer festgehalten. Von südlichem Flair erfüllt sind die kraftvollen Landschaftsbilder der Tiroler Künstlerin Gerhild Diesner.

Abgerundet wird der Streifzug durch die österreichische Kunstgeschichte von mehreren Leinwandbildern von Markus Prachensky aus den Serien „California revisited“, „Umbria“ und „Umbria Quartetto“, frühen Arbeiten, die am Kunstmarkt mittlerweile äußerst rar sind.

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Ai Weiwei
Study of Perspective in Glass, 2018
Hand in blu cobalto
Muranoglas, H 12 cm
Preis auf Anfrage

SCULPTURES & PAINTINGS

ÖSTERREICHISCHE KUNST DES 20. UND 21. JAHRHUNDERTS IM INTERNATIONALEN KONTEXT

Anschließend an die große Frühjahrsausstellung „Der Aufbruch – Österreichische Kunst von 1945 bis 2020“ widmet die Galerie im September dem skulpturalen Schaffen ab 1945 einen großen Schwerpunkt. Herbert Boeckl hatte als erster Rektor der Wiener Akademie der Bildenden Künste nach dem Zweiten Weltkrieg den großen Fritz Wotruba aus dem Schweizer Exil zurückgeholt. Als Leiter der Bildhauerklasse sollte dieser die ihm nachfolgenden Generationen nachhaltig prägen. Die sogenannte Wotruba-Schule ist in ihrer Geschlossenheit auch international betrachtet einzigartig und durch die enorme Dichte an hervorragenden Talenten und deren qualitätsvollen Arbeiten wird Wien in den Nachkriegsjahren zu einem Mittelpunkt der Bildhauerei. In der Ausstellung werden Arbeiten der Wotruba-Schüler Joannis Avramidis, Josef Pillhofer und Wander Bertoni gezeigt, sowie eine wichtige Bronze von Fritz Wotruba selbst. Menschliche Figuren werden hier aus geometrischen Grundformen aufgebaut, wobei die eher kantige Formensprache des Lehrers bisweilen einer weicheren, fließenderen Formengebung weicht.

Als Nachfolger Wotrubas übernimmt 1977 Bruno Gironcoli die Bildhauerschule an der Akademie. Mit ihm kommt es auch zu einem freieren Umgang mit den unterschiedlichsten Materialien. Waren zuvor Stein und Bronze die bevorzugten Werkstoffe der Bildhauer, so experimentieren Gironcolis Schüler, wie Peter Sandbichler, der mit einigen Arbeiten in der Ausstellung vertreten ist, mit den unterschiedlichsten Kunststoffen, wie Holz, Eisen und Aluminium. Auch das Formenrepertoire wächst. Neben der menschlichen Figur treten neue Fragestellungen und dadurch ein erweiterter Interpretationsspielraum in den Fokus. Die Objektkunst dringt in nie dagewesene Bereiche vor, sie steigt vom Sockel herab und tritt aus dem musealen in den Realraum. Erwin Wurm hat dieses Prinzip auf die Spitze getrieben. In der Ausstellung werden neue Glasskulpturen zu sehen sein, in denen scheinbar Vertrautes aus dem Kontext gerissen, ein neues Leben entfaltet. Wir müssen lernen, die Welt neu zu verstehen, und werden angehalten, auch die vertrautesten Dinge, ja unsere gesamte Realität zu hinterfragen. 

Arbeiten in Glas sind auch von Kiki Kogelnik, und Renate Bertlmann zu sehen, sowie von einem der auch international bedeutendsten Bildhauer, Tony Cragg. Neue radikale Wege beschreiten Künstler wie Ai Weiwei und Christo, die mit der zweckentfremdeten Verwendung von Alltagsgegenständen oder ihrer Verhüllung, deren Bedeutung in Frage stellen und andere Betrachtungsweisen einfordern.

Die skulpturalen Arbeiten werden in der Ausstellung malerischen Positionen spannungsvoll gegenübergestellt und oft vereinen sich beide Aspekte auch im Werk eines Künstlers. So arbeiten Künstler wie Gunter Damisch und Jakob Gasteiger sowohl im bildnerischen als auch skulpturalen Bereich. Das Nebeneinander beider Gattungen aus einer Hand gibt spannende Einblicke in die Herangehensweise dieser Künstler.

Ein weiteres Highlight ist ein Hauptwerk von Maria Lassnig aus 1985 „Der Tod ist eine Sphinx“, in dem die Künstlerin in Form jener rätselhaften ägyptischen Mythengestalt fundamentale Themen wie Tod und Sexualität aufgreift und sich selbst als Verkörperung aller damit verbundenen Gefühle und Qualen meisterhaft in äußerst expressiver Farbigkeit darstellt.