fine art contemporary

Christo
Lower Manhattan Wrapped Buildings, 1990
Project for 2 Broadway, 20 Exchange Place
Lithografie und Collage mit in Stoff verhülltem Wolkenkratzer in Plexiglasbox, 102 x 66 cm

 

Preis auf Anfrage

 

FINE ART

HIGHLIGHTS: Impressionism to Contemporary

Trotz der Planungsunsicherheit, die mit der Pandemie einhergeht, hat die Galerie Kovacek & Zetter entschieden, ein umfangreiches und ambitioniertes Ausstellungsprojekt nicht zu verschieben, sondern in diesem Frühling zu realisieren.

Die Ausstellung Highlights: Impressionism to Contemporary zeigt in einem zeitlich weit gefächerten Überblick, ausgewählte Kunstwerke großer österreichischer und internationaler Künstler und lädt auf eine spannende Reise durch die Kunstgeschichte ein. Angefangen bei Rudolf von Alt und Emil Jakob Schindler über die großen Malerinnen des ausgehenden 19. Jahrhunderts Tina Blau und Marie Egner wird der Bogen zur Klassischen Moderne mit wichtigen Bildern von Alfons Walde, Oskar Laske und Werner Berg gespannt.

Arik Brauer, der leider heuer im Jänner mit 92 Jahren verstorben ist, gilt als einer der vielseitigsten und bedeutendsten Künstler unseres Landes, der mit Rudolf Hausner, Ernst Fuchs und Anton Lehmden in den 1950er Jahren als Gegenpol zur vorherrschenden abstrakten Malerei den Phantastischen Realismus in Österreich begründet hat. In vielen internationalen Ausstellungen erregte diese Gruppe damals weltweit Aufsehen. „Das Bienenhaus“, ein frühes Hauptwerk von Arik Brauer aus dem Jahr 1961, entführt uns in einen fantastischen Kosmos von farbig strahlenden und detailliert ausgeführten Figuren und Lebewesen. 

Erwin Wurm, der große österreichische Künstler, der mit seinen Skulpturen, Installationen und Performances die Grenzen der Kunstgattungen verschwinden lässt und ein Millionenpublikum weltweit zu faszinieren vermag, ist mit seinem vielleicht berühmtesten Motiv, dem „Fat Car“ vertreten. Das rote Auto, Symbol für Schnelligkeit und technischen Fortschritt, verliert seine ursprüngliche Form, scheint zu schmelzen und wirkt so organisch und amorph.

Jeff Koons, der amerikanische Universalkünstler, verwendet für seine oft überlebensgroßen Skulpturen Alltagsgegenstände aus unserer Konsumkultur, die er verfremdet und ironisierend bearbeitet und gestaltet. „Diamond“, ist eine ganz aktuelle Arbeit aus Porzellan und mit roter chromatischer Beschichtung versehene Skulptur in Form eines Diamanten, die auf einem Podest ruhend gleichsam wie ein götzenhaft verehrter Fetisch inszeniert wird.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher, wissenschaftlich recherchierter Katalog.

 

Alfred Haberpointner
Reibung, 2012
Bütten, Beize, 88 x 68 cm


Preis auf Anfrage

ALFRED HABERPOINTNER

VON EXISTENZ UND FORM

27. Mai 2021 bis 2. Juli 2021

 

 In der mit über 50 Arbeiten äußerst umfassenden Werkschau von Alfred Haberpointner sind Werke in den unterschiedlichsten Materialien wie Bronze, Stahl und vor allem aus seinem bevorzugten Werkstoff, Holz, zu sehen. Dieses Naturmaterial zerhackt, zerfasert, schneidet und spaltet der Künstler unter großer physischer Anstrengung. Er geht dabei nicht nur an die Grenzen des Materials, sondern auch an die eigenen. Es ist eine Mischung aus einem aggressiven, manisch-obsessiven und einem hochkonzentrierten, meditativen Wirken. In den Arbeiten Alfred Haberpointners spürt man eine intensive Verbindung aus Heftigkeit und Zartheit, aus der diese ihre spannungsgeladene Energie generieren.

Farbigkeit entsteht durch Beize, die mit dem Pinsel aufgetragen oder aufgespritzt wird. In den Wandobjekten verdichtet und verdunkelt sich der Farbauftrag zum Zentrum hin, wodurch ein unglaublicher Tiefensog oder der Eindruck eines explosiven Auseinanderdriftens entstehen kann. Auch bei den Köpfen, die für den Künstler als Form stellvertretend für den Menschen stehen, spielen Farbigkeit und die Verschränkung mit dem Raum eine Rolle. Letztere entsteht durch Trocknungsrisse oder durch den Künstler herbeigeführte horizontale, vertikale und kreuzförmige Einschnitte. Diese Köpfe sind kein Abbild, sie stellen keine spezifischen Physiognomien dar, sie sind wie ihre urzeitlichen Vorläufer immer gleichbleibende archaische Archetypen des Menschseins.

Mit seinen Arbeiten spricht Alfred Haberpointner die großen Themen der Skulptur, Volumen und Masse, aber auch Gewicht und Proportion an. Dabei spielt immer auch eine gewisse Leichtigkeit mit, ein Ausbalancieren im Raum. Dieses Wechselspiel von Schwere und Leichtigkeit, Beweglichkeit und einem Verankertsein im Stand lässt sich vor allem in den „Gewichtungen“ gut beobachten. Auf zarten Beinen halten sich polierte und patinierte Bronzegebilde im Gleichgewicht. Sie weisen Dellen, Einbuchtungen und Beulen auf, deren Gewichtung mal auf der einen, mal auf der anderen Seite durch den Stand ausgeglichen werden muss. Kräfteverhältnisse, die ausgeklügelte Verteilung von Last und Kraft, sowie ein komplexes Zusammenspiel aus Form, Material, Oberfläche und Zeichen, aus Gewicht und Komposition spielen in allen Arbeiten eine große Rolle.

Alfred Haberpointners Kunst ist ohne Erklärbedarf, sie spricht tiefere, intuitivere Ebenen an. Im Zentrum seines Schaffens steht immer die Natur, die Existenz schlechthin. Somit das, was uns Menschen seit jeher umgibt und beschäftigt. In seinen Werken holt der Künstler die Natur als urtümliche Erfahrung zurück, er möchte seinen sinnlichen Erfahrungsschatz mit uns teilen, Naturwahrnehmungen mittels seiner Skulpturen erfahrbar machen. Im Ringen um die Form offenbart sich der ewige Kampf zwischen Rationalem und Emotionalem, der noch selten eine so überzeugende Form gefunden hat.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Katalog begleitet.