fine art contemporary
August-von-Pettenkofen

August von Pettenkofen - Biografie

1822 Wien - 1889 Wien

August von Pettenkofen wuchs nach dem Tod seines Vaters gemeinsam mit seinem Cousin, dem späteren Dichter Ferdinand von Saar, in Wien auf, wo er bereits 1834 in die Akademie eintrat. Dort war er bis 1840 Schüler von Leopold Kupelwieser und lernte später – nach seinem Militärdienst  - bei Franz Eybl. In dieser Schaffensphase entstanden vor allem Genreszenen im Stil des Wiener Biedermeier, die an Eybl oder Carl Schindler angelehnt waren. Ab 1848 war Pettenkofen als Illustrator der Österreichischen Kriegsberichterstattung eingesetzt. 1851 wurde dem Künstler der Aufenthalt im ungarischen Marktort Szolnok an der Theiss zum Schlüsselerlebnis, welches ihn zu einer völlig neuartigen malerischen Auffassung führte. Auch die Auseinandersetzung mit der „paysage intime“ der Schule von Barbizon während mehrfacher Paris-Aufenthalte ab 1852 waren für die malerische Entwicklung des vielgereisten und als menschenscheu beschriebenen Künstlers von großer Wichtigkeit. 1866 wurde der Maler Mitglied der Wiener und 1872 Ehrenmitglied der Münchner Akademie. Die Werke Pettenkofens, der 1874 in den Ritterstand erhoben wurde und als Begründer der bedeutenden "Szolnoker Malerschule" gilt, waren bereits von seinen Zeitgenossen ausnahmslos hoch geschätzt.

August-von-Pettenkofen
Ungarischer Markt 1880er Jahre