fine art contemporary

Gerhild Diesner
Hay Harvest in the Provence, 1960
oil on canvas, 50 x 60 cm



SEPTEMBER EXHIBITION
FINE ART, MODERN & CONTEMPORARY

Anlässlich des 20-jährigen Galeriejubiläums wurde die Galerie Kovacek & Zetter diesen Sommer groß umgebaut und erstrahlt in neuem Licht. In den neu gestalteten Räumlichkeiten lädt die Galerie ab 10. September zu einer umfangreichen Werkschau zweier parallel laufenden Ausstellungen – fine art und  modern & contemporary – ein.

Neben der Präsentation wichtiger österreichischer Künstler wird der Fokus verstärkt darauf gelegt, internationale Positionen ins Galerieprogramm zu integrieren. So wird heuer erstmals ein Original von Andy Warhol, dem wohl bekanntesten Vertreter der amerikanischen Pop Art, gezeigt. Auch von Tony Cragg, einem der bedeutendsten Bildhauer weltweit, ist eine Skulptur zu sehen. „Column“, eine aus übereinander gestapelten Glaswürfeln ausbalancierte Stele, ist 2017 entstanden und wurde in einer kleineren Ausführung letztes Jahr in der Ausstellung „Glasstress“ im Rahmen der Biennale in Venedig gezeigt.

Von Erwin Wurm, dem weltweit bekannten österreichischen Künstler, zeigt die Galerie neben dem berühmten „Fat Bus“ aus transparentem Glas nun erstmals auch Fotoarbeiten seiner berühmten „One Minute Sculptures“.

Neu im Programm der Galerie sind die Bilder der Künstlerin Gabi Trinkaus. Sie schafft in monatelanger akribischer Arbeit Collagen aus diversen Zeitschriften, die zunächst zerschnitten werden, um dann zu einem aus unzähligen Facetten bestehenden Gesicht neu zusammengesetzt zu werden. Gabi Trinkaus ist international etabliert, ihre Werke werden auf den wichtigen Kunstmessen in Basel, New York oder London gezeigt. Die Künstler der „Gruppe St. Stephan“ Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Markus Prachensky sind seit schon vielen Jahren fixer Bestandteil des Galerieprogamms und auch in dieser Ausstellung mit interessanten Werken vertreten.

Die zweite Ausstellung spannt einen Bogen von der Kunst des Stimmungsimpressionismus, über den Wiener Secessionismus bis hin zum Expressionismus. Neben einem faszinierenden Grundlseemotiv von dem zu Unrecht fast in Vergessenheit geratenen Josef Maria Auchentaller – Freund und Wegbereiter Gustav Klimts – sind auch zwei expressive, lichtdurchflutete Sujets vom Secessions-Mitbegründer Carl Moll zu sehen. Von Alfons Walde werden beeindruckende Versionen des „Auracher Kirchl“ und „Berghof“ gezeigt. Der expressive „Fliederstrauss“ von Max Oppenheimer komplettiert die Riege einiger der wichtigsten österreichischen Maler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

 

Kogelnik_Penny_Head.jpg

Alexandra Deutsch
untitled, 2018
handmade paper, pigments, 94 x 88 x 30 cm
signed and dated below: Alexandra Deutsch 2018



TRINKAUS. SZÜTS. DEUTSCH
IM FLOW

Wir freuen uns, Sie gleich zu Jahresbeginn zu einer besonderen Ausstellung einladen zu können. Das Jahr 2019 steht ganz im Zeichen des 20-jährigen Galeriejubiläums und wird mit mehreren hochkarätigen Präsentationen in den neugestalteten Räumlichkeiten in der Stallburggasse begangen. Dabei wird ein Schwerpunkt auf dem Thema „Frauen in der Kunst“ liegen. Den Anfang machen im Jänner und Februar Gabi Trinkaus, Barbara Szüts und Alexandra Deutsch, die mit aktuellen Arbeiten die gesamte Galerie auf drei Etagen bespielen werden.

Gabi Trinkaus‘ großformatige Werke in Collagetechnik waren schon auf internationalen Messen wie der Frieze in London, der Armory Show in New York und der Art Basel zu sehen. Als Arbeitsmaterial verwendet sie bedrucktes Papier oder Schnipsel aus Hochglanzmagazinen, aus denen sie intensive Gesichter oder beeindruckende Nachtlandschaften formt. Bei näherer Betrachtung kann man in die Kompositionen eingewobene Wort- und Satzteile erkennen, die durchaus als Kritik an den Massenmedien verstanden werden dürfen. Spannend ist dabei, dass die Künstlerin ebendiese Medien als Ausgangsmaterial für ihre Bilder verwendet.

Papier hat auch für die Arbeit von Alexandra Deutsch eine große Bedeutung. In ihrem Fall ist es selbstangefertigtes Bütten, das sie als Papiermaché zu den unterschiedlichsten skulpturalen Gebilden formt und dann mit leuchtenden Farben bemalt. Hier spielen Sinnlichkeit und eine große Liebe zur Natur und all ihren Ausformungen eine wichtige Rolle. Formen, Farben und Linien verbinden sich in einem einzigartigen Rhythmus zu noch nie dagewesenen Schöpfungen, zu einem ganz eigenen Kosmos.

Linie und Bewegung, das Übertragen eines bestimmten Rhythmus spielen auch bei Barbara Szüts eine wesentliche Rolle. Die Ausgangsformen entstehen in spontanen, rasch auf Papier gesetzten Zeichnungen, die sie dann in mehreren Arbeitsvorgängen in Skulpturen umsetzt, die in der Wahrnehmung zwischen Zwei- und Dreidimensionalität pendeln. Durch Licht und Schatten kann sich das Objekt vervielfältigen, die eigentlich festgelegte Form wieder in einen spontan-flüchtigen Zustand übergehen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Auszügen aus einem interessanten Interview mit den drei Künstlerinnen. Zusätzlich zu den abgebildeten Werken, werden während der Ausstellung noch weitere Arbeiten in der Galerie zu sehen sein.