fine art contemporary
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Anton Mahringer

1902 Neuhausen b. Stuttgart - 1974 Villach

Biographie  Email

Winterlandschaft mit Kirche in St. Georgen 1958

Öl auf Leinwand
58,5 x 92 cm
Monogammiert und datiert Mitte unten: AM (19)58

Provenienz

Privatbesitz Österreich

Literatur

Gerbert Frodl, Elisabeth Brandstötter (Hg.), Anton Mahringer, Salzburg 2004, Abb. S. 338, Wkv.Nr. 762; Walter Zettel, Anton Mahringer, Salzburg 1972, Wkv.Nr. 218 ("Winterlandschaft mit St. Georgener Kirche") Vgl.: Gerbert Frodl, Anton Mahringer, 1902-1974, Ausstellungskatalog, Österreichische Galerie Belvedere und Museum des Nötscher Kreises, Wien 2002
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Langtext

„Der strenge Aufbau seiner Motive in Landschaft, Stillleben oder Porträt und die straffe Gliederung durch ein helles oder dunkles Lineament lassen zuweilen entfernt an die Strukturen der Gemälde Lyonel Feiningers denken.“ Tiefverschneit und friedvoll breitet sich das weite Panorama der unberührt und urtümlich wirkenden Kärntner Landschaft im Winter vor dem Betrachter aus: der Blick schweift durch die Bäume eines idyllischen Obstgartens neben der gotische Pfarrkirche St. Georgen über die unendlich wirkende Weite des Gailtals bis zu den Ausläufern des mächtigen Bergmassivs der Julischen Alpen am Horizont. Die tiefstehende Sonne zaubert eine funkelnd spektrale Farbenpracht über die linear gegliederte Landschaft und kontrastiert das intensive, lasierende Violett der Baumwipfel mit der orange blitzenden Kirchenfassade ebenso wie die in kühlem Blau silhouettierten Bergketten, deren Gipfel hier und da in orangeroten Sonnenreflexen glänzen, mit der alles dominierenden, weiß-funkelnden Pracht des Winters. Assoziationen an die den Bildraum gliedernden Kraftlinien des Expressionismus und die intensive transluzide Farbigkeit kostbarer mittelalterlicher Glasfenster werden in dieser traumartigen Vision eines kristallin-kalten Winterabends geweckt, mit der Anton Mahringer seiner Kärntner Wahlheimat ein eindrucksvoll modernes künstlerisches Denkmal setzt. Mit Gemälden wie diesem, „…mit dem Bekenntnis zu Radikalität in der Reduktion der künstlerischen Mittel bei gleichzeitigem Vordringen in eine tiefere visuelle Komplexität schafft Anton Mahringer mühelos den Sprung von der Moderne der Nachkriegszeit in die zeitgenössische Moderne unserer Tage“.