fine art contemporary
Michela-Ghisetti

Michela Ghisetti - Biografie

1966 Bergamo

Michela Ghisetti wurde 1966 in Bergamo geboren. Sie studierte 1988 bis 1992 an der Accademia Carrara di Belle Arti in Bergamo und schloss ihr Studium mit einem Diplom in Malerei und Grafik ab. 1992 kam sie für weitere vier Studienjahre in der Meisterklasse von Gunter Damisch an der Akademie der bildenden Künste nach Österreich. Seitdem lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Wien.

Ihre Arbeiten waren auf Ausstellungen im BA-CA Kunstforum in Wien, mehrfach im Rahmen von Albertina Contemporary in der Albertina in Wien, im Kunstforum Strabag in Wien, sowie in Hamburg, Berlin und Sotschi sowie in mehreren Personalen in Italien zu sehen. Werke der Künstlerin befinden sich in der Albertina, Wien, im Angerlehner Museum in Wels, sowie den Sammlungen der Stadt Wien, des BMBWF, und der Strabag in Wien, sowie in der Sammlung Urban in Waidhofen. Ab 28. Mai 2020 widmet die Albertina der Künstlerin eine große Retrospektive[1].

Das Werk der Künstlerin bewegt sich zwischen den Polen von Abstraktion und Figuration. Biografisch-emotionale und philosophisch-kunsttheoretische Elemente fließen in ihren Arbeiten ineinander. Immer wieder erprobt sie in den einzelnen Werkgruppen die unterschiedlichsten Materialien. Auch die Reflexion über den Bewegungsablauf während des Arbeitsprozesses bildet ein konstantes Element ihres Schaffens. So unterschiedlich manche Werkphasen stilistisch ausfallen, so konstant ist doch die Beschäftigung mit den zentralen Fragen von Kunst und menschlicher Existenz, die sie in einem „einzigartigen Gefüge von Zeit-, Themen- und Motivachsen umkreist“[2]. Zudem ist die Frau in ihren gesellschaftlich bedingten Rollen von Anfang an in Michela Ghisettis Arbeit ein präsentes Thema. Ihre Herangehensweise beschreibt die Künstlerin wie das einer „Hebamme“, sanft und bestimmt zugleich, „weich, bewegt und beweglich. Sie sucht weniger den Widerstand und die Grenzen, vielmehr gelte es, diese aufzulösen. Es gehe um die Koexistenz der Gegensätze und die Verbundenheit der Pole. Man müsse erkennen, dass alles Platz habe und kein Kampf notwendig sei“[3].

 

[1] Michela Ghisetti. Ich gehe nach Hause, Albertina, Wien, 28. Mai bis 13. September 2020

[2] Pressetext zur Ausstellung „Michela Ghisetti. Ich gehe nach Hause, Albertina, Wien 2020 auf:  https://www.albertina.at/site/assets/files/11479/pt_michela_ghisetti_de.pdf (zugegriffen am 25.1.2020)

[3] Michela Ghisetti (Hg.), Michela Ghisetti. Ich gehe nach Hause, Wien-Graz 2020, S. 203

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