fine art contemporary
Anton-Lehmden

Anton Lehmden - Biografie

1929 Nitra, Slowakei - 2018 Wien

Anton Lehmden kam nach Kriegsende im Sommer 1945 nach Wien, wurde noch im selben Jahr an der Akademie der bildenden Künste aufgenommen und studierte bis 1950 in den Meisterklassen von Robin Christian Andersen und Albert Paris Gütersloh. Mit Ernst Fuchs und Arik Brauer arbeitete er im legendären „Turm-Atelier“ der neu etablierten Klasse, das als Geburtsstätte der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ gilt. 1948 trat er der avantgardistischen Künstlervereinigung „Art Club“ bei und beteiligte sich aktiv an deren zahlreichen Aktivitäten. Seine erste Einzelausstellung hatte Anton Lehmden 1949 in Turin und es folgten zahlreiche weitere Erfolge – so nahm er an den Biennalen von Venedig (1950, 1954) und São Paulo (1953) teil, darüber hinaus waren seine Werke später in Philadelphia, Amsterdam, Kairo, Los Angeles, New York, Montevideo und Tokio zu sehen. Bereits 1956 wurde Anton Lehmden mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet und kurz darauf auch mit einer Einzelausstellung in der renommierten Galerie Würthle geehrt. 1971 wurde Anton Lehmden als Professor an die Akademie der bildenden Künste in Wien berufen und leitete bis 1997 eine Meisterklasse für Malerei. Weithin bekannt wurde der Künstler auch durch das 360 m² große, monumentale Glasmosaik "Das Werden der Natur", das er für die 1991 eröffnete U3-Station Volkstheater entwarf. 1999 wurde Anton Lehmden, der auch Träger des Lovis-Corinth-Preises war, zum Ehrenbürger von Deutschkreutz, wo er auch die Pfarrkirche künstlerisch neu gestaltet hat, im 90. Lebensjahr stirbt der Künstler 2018 in Wien.

Anton-Lehmden
Bewegte Landschaft 1973/1974
Anton-Lehmden
Vogelflug 2001