fine art contemporary
Renate-Bertlmann

Renate Bertlmann - Biografie

1943 Wien

Renate Bertlmann, 1943 in Wien geboren, gehört zur feministischen Avantgarde der frühen 1970er Jahre, eine Kunstströmung, die erst in den letzten Jahren zunehmend aufgearbeitet und in ihrer Bedeutung erkannt wird. Sie begann ihr Studium 1962 bis 1964 an der Academy of Arts in Oxford und wechselte dann an die Akademie der bildenden Künste in Wien. Nach Studienende 1970 war sie selbst dort über zehn Jahre lang als Lehrbeauftragte tätig. Die Künstlerin arbeitet mit den unterschiedlichsten Medien, wie  Zeichnung, Malerei, Skulptur, Installationen, Fotografie, Video und gilt als eine Pionierin der Performancekunst, die ihrer Zeit weit voraus war. Mit Ironie hinterfragt sie weibliche Rollenbilder und setzt sich mit Themen wie Sexualität, Mutterschaft und Geschlechterbeziehungen auseinander, wobei sie in ihren Arbeiten bewusst Kitsch und Pornografie als Stilmittel einsetzt.

2007 erhielt sie den Preis der Stadt Wien für bildende Kunst, 2017 den Großen Österreichischen Staatspreis und bespielte 2019 bei der 58. Biennale in Venedig als erste Künstlerin den österreichischen Pavillon mit einer Einzelausstellung.

Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen im Museum Moderner Kunst in Wien, in der Kunsthalle Krems, im Museum der Moderne in Salzburg, im LENTOS in Linz, im MUSA und im MUMOK in Wien, aber auch international in Berlin, Hamburg, Amsterdam, Rom, Madrid, Paris, London, New York, Brüssel, sowie in Gwangju in Südkorea gezeigt. Werke von Renate Bertlmann befinden sich unter anderem im Centre Pompidou, Paris, in der Tate Modern, London, im mumok, Wien, im LENTOS Kunstmuseum, Linz, sowie in der SAMMLUNG VERBUND, Wien. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Wien.

Renate-Bertlmann
Knife-Rose 2019
Renate-Bertlmann
Knife-Rose 2019