fine art contemporary
Antonietta-Brandeis

Antonietta Brandeis - Biografie

1848 Miskowitz - 1926 Florenz


Antonietta Brandeis wurde 1848 im böhmischen Miskowitz geboren. Sie studierte unter Karl Javurek in Prag Malerei, übersiedelte aber bald mit ihrer Mutter und deren zweiten Ehemann, einem Venezianer, in dessen Heimatstadt. Ihre weitere Ausbildung erfuhr sie als eine der ersten weiblichen Studenten an der Accademia di Belle Arti di Venezia unter den Professoren Girolamo Michelangelo Grigoletti, Frederico Moja, Domenico Bresolin, Napoleone Nani und Pompeo Marino Molmenti. Schon während der Studienjahre wurde ihre wundervoll präzise Malerei mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Brandeis wirkte bei zahlreichen Ausstellungen mit, vor allem in der Promotrice Veneta und der in Florenz, aber auch auf der prestigeträchtigen International Exhibition of Melbourne. Schon früh begeisterten sich Sammler für ihre zumeist kleinformatigen Ansichten ihrer Walheimat Italien. 1897 heiratete Antonietta Brandeis den venezianischen Offizier und Ordensritter Antonio Zamboni. Nach 1900 fand man ihre Arbeiten vor allem in Ausstellungen englischer Galerien, der Sammlerkreis war internationaler geworden. Nach dem Tod ihres Mannes 1909 lebte sie großteils in Florenz, wo sie auch 1926 verstarb.

 

Die Faszination für Venedig sollte die Künstlerin ein Leben lang begleiten. Ihre preziösen Schilderungen der Lagunenstadt waren beliebte Erinnerungen für die schon im 19. Jahrhundert zahlreichen Bewunderer und Besucher der Stadt und sind auch noch heute weit über die Grenzen Österreichs hinaus sehr gesuchte Sammlerstücke. Es gelang der Künstlerin immer wieder neue faszinierende Facetten zu entdecken und in ihrer Malerei festzuhalten. Zahlreiche Motive, Palazzi und Kanäle, hat sie im Lauf der Zeit in den unterschiedlichsten Lichtstimmungen auf ihre Bilder gebannt.

Antonietta-Brandeis
Segelboote in der Lagune von Venedig um 1890
Antonietta-Brandeis
Venezianischer Kanal um 1900