fine art contemporary
Albin-Egger-Lienz

Albin Egger-Lienz - Biografie

1868 Stribach bei Lienz - 1926 St. Justina bei Bozen


1868 wurde Albin Egger-Lienz in Stribach bei Lienz als uneheliches Kind der Maria Trojer und des Kirchenmalers und Fotografen Georg Egger d. J. geboren, getauft auf den Namen Ingenuin Albuin Trojer. 1877 bewilligte ihm die k. k. Statthalterei Lienz den Namen Egger zu führen. Mit etwa 13 Jahren wird seine künstlerische Begabung in Form von Skizzenbüchern offensichtlich. Sein Vater und dessen Freund, der Maler Hugo Engl, fördern diese. 1884-1893 studierte Egger-Lienz an der Münchener Akademie, wo er auch Bekanntschaft mit Franz von Defregger machte. In den folgenden Jahren pendelte der junge Künstler zwischen Lienz und München, bis er 1899 heiratete und nach Wien zog, wo er Mitglied der Genossenschaft bildender Künstler Wiens und Gründungsmitglied des Hagenbundes wurde. 1902 bis 1905 wurden ihm laufend Preise für seine Bilder verliehen. Im Juli 1903 entstand die erste Fassung des „Sämanns“, ein Motiv, mit dem sich Egger-Lienz immer wieder auseinander setzte. In einer Ausstellung der Secession begegnete er erstmals Werken Ferdinand Hodlers, die einen tiefen Eindruck hinterließen. Im Sommer 1906 entstand die erste Fassung des „Totentanzes“, ein weiteres charakteristisches Motiv, das Egger-Lienz immer wieder neu bearbeitete. Eine Professur an der Wiener Akademie scheiterte am Widerstand von Thronfolger Franz Ferdinand. 1915 wurde Egger dem Kriegsfürsorgeamt zugeteilt, wo er Kriegspostkarten entwarf, bis 1919 entstanden zahlreiche Kriegsbilder. Als ihm schließlich 1919 wieder die Professur an der Akademie angeboten wurde, lehnte der Künstler ab. In den zwanziger Jahren entstanden zahlreiche Hauptwerke des Malers. Am 4. November 1926 starb Egger-Lienz in St. Justina bei Bozen.

Albin-Egger-Lienz
Knabenbildnis 1888