fine art contemporary
Adolf-Kaufmann

Adolf Kaufmann - Biografie

1848 Troppau - 1916 Wien


Adolf Kaufmann wurde 1848 in Troppau geboren. Zunächst bildete er sich autodidaktisch fort, vollendete aber seine Studien bei dem Holländer Emile van Marcke de Lummen in Paris und auf dessen Landgut in der Normandie. Die französische Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, vor allem die der Ecole de Barbizon, sollte einen bleibenden Eindruck auf sein Werk hinterlassen. Kaufmann unternahm zahlreiche Reisen in Europa und in den Orient und lebte abwechselnd in Paris, Berlin, Düsseldorf und München. 1890 ließ er sich in Wien nieder, kehrte aber immer wieder nach Frankreich (Paris, Normandie, Bretagne) zurück, wo er mehrfach Werke mit dem Pseudonym „A. Guyot“ signierte. In Wien wurde er Mitglied der Akademie der bildenden Künste und gründete mit Carl Freiherr von Merode und Heinrich Lester eine Damenmalschule. Künstlerisch stand er der Malerei des Stimmungsimpressionismus unter Emil Jakob Schindler nahe. Von 1890 bis 1930 waren seine Werke häufig auf Ausstellungen im Wiener Künstlerhaus und im Münchner Glaspalast vertreten. Für die Pariser Weltausstellung 1900 schuf er ein Riesenpanorama von Sarajewo und erhielt dafür zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. 1909 wurde der Künstler zum ordentlichen Mitglied des Wiener Künstlerhauses ernannt. 1916 starb Kaufmann in Wien. Werke des Malers sind in zahlreichen Museen und Sammlungen vertreten.

Adolf-Kaufmann
Sonnenuntergang um 1885