fine art contemporary
Leo-Putz

Leo Putz - Biografie

1869 Meran - 1940 Meran

Leo Putz wurde 1869 in Meran geboren. Sein Talent wurde schon früh erkannt und von seinen Eltern gefördert. Nach privatem Malunterricht studierte er ab 1889 an der Münchener Akademie der Bildenden Künste und der Académie Julian in Paris. 1897 bezog er sein eigenes Atelier in München und wurde im selben Jahr Mitglied der Münchener Secession. 1899 war er Mitbegründer der losen Künstlervereinigung „Die Scholle“1. Der Künstler arbeitete auch an der Wochenzeitung „Jugend“ mit, Namensgeber des „Jugendstils“ und wichtiges Organ der frühen Moderne in Deutschland. Frühe Arbeiten von Leo Putz aus dieser Zeit waren geprägt vom Münchener Jugendstil. Ab 1903 erwarb die Staatsgalerie Dresden und die Neue Pinakothek in München Bilder des Künstlers und ab 1905 wurde sein Werk mit zahlreichen Würdigungen geehrt. Zwischen 1909 und 1914 verbrachte Leo Putz die Sommermonate im bayrischen Chiemgau und malte dort en-plein-air. In diese Zeit fiel auch die Zusammenarbeit mit seinen Schülern Edward Cucuel und Hans Roth. Thema der Bilder waren schöne badende oder in einem Kahn fahrende Mädchen. 1913 heiratete er die Landschaftsmalerin Frieda Blell, die jahrelang sein Modell gewesen war. 1915 wurde der Sohn Helmut geboren. 1923 übersiedelte die Familie nach Gauting südwestlich von München in der Nähe des Starnberger Sees. 1929 bis 1933 arbeitete und lebte Leo Putz in Brasilien und Argentinien, wo er eine Professur an der Academia de Belas Artes in Rio de Janeiro innehatte. Die Bilder dieser Jahre sind durch eine hellere, tropischere Farbskala gekennzeichnet. Schwerpunkt des Schaffens war nun die Landschaft, aber auch immer wieder das Figurenbild. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurden die Bilder aus Südamerika 1935 in einer großen Ausstellung in München gezeigt. Während des Nationalsozialismus wurden die Bilder des Künstlers für entartet erklärt, er musste mit seiner Familie nach Südtirol fliehen, wo er 1940 nach einer Operation in Meran verstarb.



1 „Die „Scholle“ hat kein anderes gemeinsames Ziel, keine andere Marschroute, als dass jeder seine eigene „Scholle“ bebaue, die freilich auf keiner Landkarte zu finden ist.“, in: Jugend, Heft 42, München 1903

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