fine art contemporary
Max-Oppenheimer

Max Oppenheimer - Biografie

1885 Wien - 1954 New York

Max Oppenheimer, der als Sohn des Musikschriftstellers und Journalisten Ludwig Oppenheimer 1885 in Wien geboren wurde, kam schon im Alter von fünfzehn Jahren als Gastschüler von Professor Christian Griepenkerl an die Wiener Akademie der bildenden Künste. 1903 setzte er seine Studien an der Akademie in Prag fort, von wo aus er in der Folge die Wiener „Kunstschau“ mit einigen Bildern bestückte. Bei seiner Rückkehr nach Wien schloss er sich dem Künstlerkreis um Oskar Kokoschka und Egon Schiele an. Ab 1912 verwendete er das Kürzel „MOPP“ zum Signieren seiner Werke. Max Oppenheimers Lebensweg war von zahlreichen Umzügen zwischen Wien, Berlin und der Schweiz geprägt, bevor er 1938 in die USA emigrierte und bis zu seinem Lebensende 1954 in New York wohnte. Künstlerisch ist Max Oppenheimer eine Einzelerscheinung. Er wird den Expressionisten zugerechnet, hat sich aber auch intensiv mit den Strömungen des Kubismus, Kinetismus und Futurismus, sowie mit der Neuen Sachlichkeit auseinandergesetzt. 

Im März 1932 übersiedelt Max Oppenheimer von Deutschland zurück nach Wien. Bereits ein Jahr später wird sein Werk in Berlin für entartet erklärt. Im Anschluss an die Reichskristallnacht im Februar 1933 startet die SA (Sturmabteilung) eine Diffamierungskampagne gegen alle unliebsamen Personen. Max Oppenheimers Porträt des Berliner Oberbürgermeisters wird als abschreckendes Beispiel im Schaufenster eines SA-Lokales präsentiert. Werke des Künstlers in öffentlichen Sammlungen werden beschlagnahmt, einige vernichtet.

Max-Oppenheimer
Fliederstrauß 1933