fine art contemporary
Marie-Egner

Marie Egner - Biografie

1850 Bad Radkersburg - 1940 Wien

Die in Radkersburg in der Steiermark geborene Marie Egner begeisterte sich schon in jungen Jahren für die Pleinairmalerei, und sowohl Hermann von Königsbrunn, ihr Zeichenlehrer in Graz, als auch der Maler Carl Jungheim in Düsseldorf, bei dem sie von 1872 bis 1875 Unterricht nahm, förderten diese Neigung. 1875 übersiedelte Marie Egner nach Wien, wo sie in ihrem Atelier eine private Malschule eröffnete, die sie mit großem Erfolg bis 1910 leitete. Um 1880 lernte die Künstlerin Emil Jakob Schindler kennen und verbrachte mit ihm und seinen Schülern Carl Moll und Olga Wisinger-Florian einige künstlerisch fruchtbare Sommer auf Schloss Plankenberg. Diverse Studienaufenthalte führten die junge Künstlerin unter anderem nach Dalmatien, Korfu, Deutschland und wiederholt nach Italien. Nach einem Aufenthalt in London von 1887 bis 1889 stellten sich erste berufliche Erfolge ein. Egner reüssierte auf den Jahresausstellungen des Wiener Künstlerhauses und nahm an großen Kunstschauen im Ausland teil (Londoner Royal Academy 1888, Große Kunstausstellung in Berlin 1896, 1898 und 1899, Weltausstellung in Paris 1900, Internationale Kunstausstellung Düsseldorf 1904). Nach dem Ersten Weltkrieg trat sie der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs bei, die ihr zu Ehren 1926 eine hundertachtzig Gemälde umfassende Werkschau organisierte.

Marie Egner zählt heute neben Tina Blau und Olga Wisinger-Florian zum berühmten „Dreigestirn“ der österreichischen Stimmungsimpressionistinnen.

Marie-Egner
Sonnenuntergang um 1915