fine art contemporary
Hans-Bischoffshausen

Hans Bischoffshausen - Biografie

1927 Feld am See - 1987 Villach

Hans Bischoffshausen, 1927 in Feld am See in Kärnten geboren, wurde früh zum Wehrdienst eingezogen und konnte erst nach den Krieg seine Reifeprüfung in Villach ablegen. 1946  begann er ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Graz und bildete sich in der Folge autodidaktisch zum Maler fort. Schon früh fand er seine eigene Formsprache und lernte anlässlich seiner ersten Personalausstellung in der Galleria del Cavallino in Venedig den Kunstkritiker Pierre Restany kennen, dessen Name eng mit dem Nouveau Réalisme verknüpft ist. Er übersiedelte nach Paris und schloss sich der Künstlergruppe ZERO an, die 1958 von Heinz Mack und Otto Piene in Düsseldorf gegründet worden war. Die Nachkriegskunst sollte von allem Ballast befreit gleichsam wieder bei Null (ZERO) beginnen. Gleichzeitig sollte eine Alternative zu den dominanten Kunstrichtungen Tachismus und Informel geboten werden. Wichtige Künstler wie Yves Klein, Piero Manzoni oder Antoni Tàpies gehörten der Bewegung an und schufen ein internationales Netzwerk. Wegweisend für Hans Bischoffshausen war aber auch der künstlerische Austausch mit Lucio Fontana und die Auseinandersetzung mit dessen „concetto spaziale“. Diese Zeit bezeichnete der Künstler selbst als den wichtigsten Abschnitt in seinem Schaffen. 1961 begann die Zusammenarbeit mit der Klagenfurter Galerie Hildebrand, gefolgt von einem großen Auftrag für ein dreißig Meter langes Relieffries für das Landeskrankenhaus Klagenfurt, das heute im Neubau des Klinikums zu sehen ist. 1972 kehrte der Künstler endgültig in seine Heimat Kärnten zurück und ließ sich in Villach nieder. Die öffentliche Anerkennung blieb ihm aber noch viele Jahre verwehrt. 1977 wurde sein Werk, das in seiner Radikalität und Fortschrittlichkeit oft auf Unverständnis stieß, mit einer Retrospektive im Kärntner Landesmuseum geehrt. Den Professorentitel erhielt der in Folge einer Sehnervzerstörung erblindete Künstler, der auch international betrachtet zu den bedeutendsten österreichischen Malern der Nachkriegszeit zählt, erst 1986, ein Jahr vor seinem Tod.

Hans-Bischoffshausen
Spachtelspur 1976
Hans-Bischoffshausen
Ohne Titel 1962
Hans-Bischoffshausen
Prophet 1983
Hans-Bischoffshausen
Ohne Titel 1983
Hans-Bischoffshausen
Ohne Titel 1980, Druck posthum
Hans-Bischoffshausen
Ohne Titel 1980, Druck posthum