fine art contemporary
Josef-Floch

Josef Floch - Biografie

1894 Wien - 1977 New York

1894 wurde Josef Floch in Wien geboren. Ab 1913 besuchte er die Akademie der bildenden Künste, wo er anfangs von Rudolf Bacher, später von Franz Rumpler unterrichtet wurde. Obwohl Floch in Wien schon in früher Zeit sehr erfolgreich war, wurde sein Wunsch, die Heimat zu verlassen, mit den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg immer größer. 1918 reiste er nach München, wo er zum ersten Mal mit Bildern von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Hans Marées in Kontakt kam – eine Erfahrung, die für sein weiteres Schaffen von großer Bedeutung wurde. Sein großes Interesse am Werk anderen Künstler führte ihn auch nach Holland, Dalmatien, Italien und 1923 absolvierte er eine sechsmonatige Reise nach Palästina. 1919 trat er der Künstlergemeinschaft Hagenbund bei, wo er bis zu deren Auflösung 1938 zu den prononciertesten Mitgliedern zählte. Auch wenn Josef Floch die große soziale und künstlerische Anerkennung im eigenen Land zu schätzen wusste, entschloss er sich 1925 zur Übersiedlung nach Frankreich. Es folgten mehrere erfolgreiche Ausstellungen in der berühmten Galerie Berthe Weill sowie 1931 in der Crillon Gallery in Philadelphia. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges änderte sich für den Künstler die gesamte Lebenssituation. In seiner Heimat verfolgt und zum Verlassen seiner Wahlheimat Frankreich gezwungen, emigrierte er mit seiner Familie nach New York, wo er nun eine völlig neue Existenz aufbauen musste. Auch wenn es anfangs schwierig war Fuß zu fassen, dokumentierten die zahlreichen Auszeichnungen, die Josef Floch im Laufe der Zeit erhielt, seine Anerkennung in Amerika. Im Jahre 1972 fand in der Österreichischen Galerie im Oberen Belvedere eine viel beachtete Retrospektive statt. Josef Floch starb 1977 in New York.

Josef-Floch
Monte Pellegrino, Palermo 1931